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Rezension - Spinster Girls – Was ist schon normal?

ISBN:9783423717977
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:20.07.2018

Perfekt für Mädelsleserunden

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Ich habe dieses Buch auf der Frankfurter Büchermesse als Rezensionsexemplar erhalten.

Cover:
Auf den ersten Blick fand ich das Cover etwas langweilig. Die weißen und gelben Elemente auf dem schwarzen Hintergrund sind zwar auffällig, aber man kann irgendwie nicht gleich erkennen, um welche Art von Buch es sich handelt.

Inhalt:
Evie kämpft tagtäglich darum normal zu sein. Sie leidet an einer medikamentös behandelten Zwangsstörung. Die Medikamente sind nun fast ganz abgesetzt, doch ihr Leben wird schwieriger, denn es kommen Jungs mit ins Spiel. Sie findet zwar in Lottie und Amber neue Freundinnen, doch soll sie ihnen von ihrer Krankheit erzählen?

Handlung und Thematik:
Es ist beeindruckend, wie Holly Bourne die Sorgen von Evie beschreibt. Ich konnte mich nie in Menschen mit so einem „Tick“ hineinversetzen, doch spätestens am Ende des Buches fing ich an mir Gedanken über mein Verhalten gegenüber betroffenen Personen zu überdenken. Das es vor allem in der Teenager-Zeit noch schwieriger ist, ist nachvollziehbar. Des Weiteren legte die Autorin wert darauf, auch dem Feminismus in ihrem Buch einen Platz zu gewähren. Auch wenn das Thema nur immer wieder leicht angeschnitten wird, ist es trotzdem gut dargestellt.

Charaktere:
Evie leidet während der Reduzierung ihrer Medikamente sehr unter ihrer Krankheit. Dass dann noch die üblichen Teenager-Sorgen dazu kommen, macht ihre Situation nicht leichter. Sie war mir dadurch gleich super sympathisch. Ihre Gedanken klingen authentisch und logisch.
Amber und Lottie sind ebenso zwei sehr sympathische Mädels. In Jane erkenne ich eine meiner ehemaligen Freundinnen aus der Teenager-Zeit, sie konnte ich daher nicht ganz so gut leiden ;-)

Schreibstil:
Holly Bourne schafft es, einem das harte Leben von Zwangsstörungs-Patienten anschaulich und authentisch rüber zu bringen. Manchmal werden die Probleme witzig dargestellt, sind aber im Grunde erschreckend ernst. Der Schreibstil ist einfach und man konnte allem gut folgen. Die Lektüre war nicht anspruchsvoll, regte aber sehr zum Denken an.

Persönliche Gesamtbewertung:
Der erste Band über Lottie, Amber und Evie, die die Spinster Girls aus Protest zum Antifeminismus gegründet haben. Ob sie es im zweiten Band auch wieder schaffen, nicht nur über Jungs zu sprechen? Das Buch ist eine super Lektüre für Mädelsabende und Mädelslesegruppen! Auch die Zwangsstörungen werden erschreckend authentisch beschrieben. Tolles Buch.

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