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Rezension - Kunstfehler

Gute Geschichte, schnelles Ende

Wie kam ich zu dem Buch?
Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen.

 

Dieses Buch ist der dritte Teil der „Fehler“ (Teil 1: Anfängerfehler, Teil 2: Folgefehler). Ich habe zuvor lediglich Folgefehler gelesen.

 

Cover:
Das Cover passt vom Stil her zu den beiden vorangehenden Fehlern. Es ist schlicht und lediglich mit einer Hand im Handschuh und zwei Scheren bestückt. Dies ist thematisch sehr passend.

 

Inhalt:
Nachdem Niklas Thorsen seine Erlebnisse des letzten Jahres mehr oder weniger überwunden hat, kehrt er wieder in die Klinik zurück. Seine Facharztprüfung steht an und er muss sich seine Anerkennung wieder zurückverdienen. Leider ist der Wiedereinstieg schwierig und nicht ganz komplikationslos. Ist ihm wirklich ein Kunstfehler unterlaufen?

 

Handlung und Thematik:
Ich kannte Niklas ja schon vom letzten Teil und war gespannt, wie es danach weiter ging. Kunstfehler begann zeitlich ca. ein Jahr nachdem Folgefehler aufhörte. Gleich zu Beginn des Buches wurden nochmal kurz die Ereignisse vom letzten Teil zusammengefasst. Dann gings auch gleich los mit der nächsten bedrohlichen Situation in der sich Niklas befand. Während des gesamten Buches gab es immer wieder Zeitsprünge von der Gegenwart in die Vergangenheit. Man erfährt immer mehr über die Umstände, die Niklas in seine aktuelle Situation gebracht haben. Leider ist das Ende etwas abrupt eingetreten und es war schnell vorbei, da die gesamte Story aus Sicht von Niklas geschrieben wurde. Hier hätte ich mir aber gewünscht, dass man mehr Details erfährt. Wie auch im letzten Teil hätte ich mir also stellenweise mehr Perspektiven gewünscht… Nichtsdestotrotz war das Buch interessant und authentisch geschrieben. Thematisch finde ich persönlich ja den stressigen Klinikalltag und etwaige Probleme mit denen Ärzten (fast) tagtäglich kämpfen müssen sehr interessant. Es gibt immer Patienten, die mit ihrer Behandlung unzufrieden sind, auch wenn seitens der Ärzte nichts falschgemacht wurde, das spannende ist, kommen sie damit durch oder nicht?

 

Charaktere:
Aufgrund seiner Erlebnisse im letzten Fehler war Niklas traumatisiert, was mich nicht gewundert hat. Die Autorin hat dies gut beschrieben. Sein Trauma äußert sich mit zunehmender Zeit mehr und mehr. Niklas war mir ja schon im letzten Teil sympathisch, dies blieb auch in diesem Buch bestehen. Seine Verlobte Freja war wiederum sympathischer als im letzten Teil. Sie war sehr bemüht Niklas zu helfen. Manchmal ärgerte ich mich ein bisschen, dass er sich nicht helfen ließ. Frederik kam in diesem Buch so gut wie nicht vor, lediglich in ein paar Telefonaten. Es gab auch unsympathischere Mitspieler, diese darf aber jeder gerne selbst finden ;-) Besonders bei Dr. Jürgen wusste ich nicht, ob er mir sympathisch sein sollte oder ob er unsympathisch bleiben darf…

 

Schreibstil:
Wie auch im letzten Teil gab es nur wenige Überraschungen, das Buch lässt sich aber leicht lesen und war interessant. Der stressige Klinikalltag kam auch hier wieder gut rüber. Das Buch wurde nur aus der Perspektive von Niklas geschrieben, manchmal hätte ich mir mehr Perspektiven gewünscht…

 

Persönliche Gesamtbewertung:
Wieder ein toller Fehler der noch ein wenig Potential nach oben hat ;-) Ich fand die Story interessant und konnte gut mit Niklas mitfühlen. Diesmal war die Handlung sogar spannender als im letzten Fehler (Folgefehler). Leider kam das Ende etwas abrupt und war schnell vorbei. Hier hätte ich mir noch mehr gewünscht, da es plötzlich vorbei war. Ich bin gespannt auf den nächsten Fehler und hoffe, dass dort dann mehr Perspektiven in die Handlung einfließen.

 

 

 


Hier gehts übrigens zu meiner Rezension zu Folgefehler: Rezension auf LovelyBooks

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