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Rezension - LOA Die weiße Mambo

Eine authentische Reise nach Haiti -> viel Voodoo, viele neue Freunde aber auch viele Gefahren!

Wie kam ich zu diesem Buch?
Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde lesen.

 

Cover:
Ich fand das Cover schon beim ersten Anblick durch das halbe (indianisch wirkende) Gesicht im oberen Bereich sehr interessant und geheimnisvoll. Es wirkt aber auch etwas verspielt und träumerisch durch die Strichzeichnungen. Es hat auf alle Fälle Lust auf mehr Infos gemacht. Es ist auffällig und ich hätte es mir im Laden sehr wahrscheinlich genommen und angesehen.

 

Inhalt:
1791 – Der junge Mokabi wird gefangen genommen und mit einem Sklavenschiff nach Haiti gebracht. Dort landet er auf einem Anwesen, auf welchem ihm seine königliche Herkunft nichts nutzt. Dort kommt er nicht nur mit jeder Menge Voodoo in Kontakt, er auch Bestandteil der Haitianischen Revolution.
Gegenwart – Die 16-jährige Zoé erfährt von einer Wahrsagerin auf einem Jahrmarkt, dass sie ihrer Vergangenheit und ihren mysteriösen Träumen auf den Grund gehen soll. Diese liegt in Haiti und scheint von großer Bedeutung zu sein. Zoé und ihre Tante Megan begeben sich auf ihre Abenteuer-Reise und geraten mehr und mehr in rätselhafte Situationen.

 

„LOA – Die weiße Mambo“ ist der erste Teil einer Romantrilogie.

 

Meine Meinung:
Ich habe mich zuvor nie mit Voodoo oder Haiti beschäftigt (ich musste sogar erst suchen, wo Haiti auf der Landkarte ist). Ich war sofort begeistert von den Beschreibungen des Landes und der Lebensweise des aktuellen und des vergangenen Haitis. Vor allem die Beschreibung der (Armuts-) Situation der Menschen in Haiti empfand ich als sehr authentisch und sehr gut. Die beiden Handlungsströme wurden (relativ ausgeglichen) abwechselnd beschrieben. Die Zeitwechsel waren anfangs ein bisschen verwirrend, aber ich kam schnell rein. Man erlebt sowohl die Abenteuer von Mokabi als auch von Zoé.

 

Zoé die seit dem Kleinkindalter Albträume hat ist ein besonderer Teenager. Sie kommt ursprünglich aus Haiti und fällt mit ihrem bronzenen Hautton und den schwarzen Haaren auf. Ihre Eltern verstarben ziemlich früh und sie lebt bei ihrer Tante Megan. Die clevere und mutige Zoé ist mir gleich sympathisch gewesen. Sie versteht es, ihre Tante um den Finger zu wickeln und ihre Wünsche durchzusetzen. Ihre Tante Meg wirkt immer etwas ängstlich und vorsichtig, ist aber dadurch, dass sie ihre Nichte immer unterstützt, auch sehr sympathisch. Sie schafft es offensichtlich, dass sie das Unglück magisch anzieht. Ich hatte immer mitgefiebert, dass sie heil überall ankommt.
Lee ist ein ganz besonderer Charakter in diesem Buch. Sie will Nonne werden, wirkt aber in ihrer Person wie das glatte Gegenteil einer Nonne. Ich denke Zoé und ihre Tante können sich glücklich schätzen, sie als Freundin gefunden zu haben.
Der junge Mokabi wirkt im Großteil des Buches jung, naiv und unsicher. Er möchte ein Krieger und Held sein, wirkt aber nicht so. Erst zu Schluss des Buches erkennt man seine wahre Stärke und seinen Mut. Durch seine Unsicherheit und Ahnungslosigkeit am Anfang wuchs auch er mir direkt ans Herz.
Es gab auch viele weitere Charaktere neben den eben genannten, die ich jetzt gar nicht alle beschreiben möchte, da hilft nur selbst nachlesen ;-) Sie sind auf alle Fälle alle sehr besonders und liebevoll beschrieben.

 

Schreibstil:
Der Schreibstil hat mich mehr als überzeugt. Er enthält viele Bilder, was ich an Büchern am meisten liebe! Sowohl die Umgebung, als auch die Gefühle und Gedanken der Personen wurden sehr authentisch und mitreißend beschrieben. Es gab einige spannende Stellen im Buch, bei welchen ich es kaum aushielt, endlich weiterzulesen. Ich habe das Buch regelrecht gefressen… Besonders die Situationen, in welchen Zoé von den schwarzen Männern verfolgt wurde, waren sehr spannend. Petra schaffte es, mich wirklich auf der ersten Seite abzuholen und mich bis zur letzten Seite mitzureißen. Es gibt auch einige witzige Stellen, bei welcher vor allem eine fast dafür gesorgt hätte, dass es mich von der Couch dreht… Ich finde den Humor der Autorin super und bin froh, dass er es durch die Lektoren-Lesungen geschafft hat ;-)

 

Persönliche Gesamtbewertung:
Ich hätte mir keinen besseren ersten Kontakt mit Voodoo vorstellen können und bin froh das Buch gelesen zu haben. Viele geschichtliche Hintergründe zu Haiti werden super locker leicht an den Leser gegeben. Man versteht die Hintergründe für die Revolution und die enge Verbundenheit mit Voodoo. Die Charaktere sind mir alle sehr ans Herz gewachsen. Leider dauert es noch ein bisschen, bis Teil 2 und 3 erscheinen… Ich hoffe ich kann die Zeit überbrücken und freue mich, wieder von Zoé, Tante Megan, Lee und ihren weiteren Freunden zu lesen. Ich bin gespannt, ob Zoé wirklich den Wünschen von Claude entgegenkommt und wie sie dies dann (aus)nutzt. Auch frage ich mich, ob der Schatz in Teil 2 eine Rolle spielen wird…

 

Ich kanns kaum erwarten, dass es eine Fortsetzung dieses tollen Buches gibt! Und ich bin gespannt, mit wem Zoé irgendwann ihr „Kopfkissen teilen“ wird ;-)

 

-> ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne mal eine (gedankliche) Reise nach Haiti machen möchte oder sich ggf. für Voodoo interessiert.

 

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