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Rezension - Wahrheit gegen Wahrheit

Wie kam ich zu diesem Buch?
Ich hatte mich für eine Leserunde beworben und wurde leider nicht genommen. Ich habe mir das Buch dann selbst gekauft, weil ich die Leseprobe so gut fand.

Cover:
Das Cover ist sehr auffällig. Die Buchstaben des Titels schimmern, da sie silbern umrandet sind. Auch sind die Buchstaben hervorgehoben sodass man den Titel auch „spüren“ kann. Die Frau die zu sehen ist wirkt einsam und geheimnisvoll. Durch den zentralen roten Stern auf dem ansonsten weißen Hintergrund ist das Buch sehr auffällig.

Inhalt/Klappentext:
Vivian Miller ist Spionageabwehr-Analystin bei der CIA. Mit ihrem Mann Matt, einem IT-Spezialisten, und ihren Kindern lebt sie in einem Vorort von Washington, D.C. Auf diesen Tag hat sie seit zwei Jahren hingearbeitet: Mithilfe eines speziellen Algorithmus will Vivian ein Netzwerk russischer Spione in den USA enttarnen. Ihr gelingt der Zugriff auf den Computer eines russischen Agentenbetreuers. Auf eine Datei mit fünf Fotos - allesamt „Schläfer“, die auf amerikanischem Boden operieren. Doch was sie entdeckt, bringt alles, was ihr wichtig ist, in Gefahr - ihre Familie, ihre Ehe, ihren Job. Ist es den Russen gelungen, sie an ihrer einzigen Schwachstelle zu treffen? Ist Matt nicht nur ein perfekter Mann und ein perfekter Vater. Sondern am Ende auch ein perfekter Lügner?

Meine Meinung:
Ich habe mir dieses Buch bewusst gekauft, da ich Fan von Thriller bin und mich die Leseprobe derart überzeugt hat. Die ersten vier Kapitel habe ich regelrecht verschlungen. Mir gefiel der Schreibstil der Autorin gut. Alles war deutlich und klar ge- und beschrieben. Anfangs war es ein bisschen schwierig für mich zu verstehen, wie das Agentennetz der Russen aufgebaut ist. Leider nahm meine anfängliche Begeisterung schnell ab. Ab Kapitel 5 plätscherte die Handlung nur noch dahin und es war weder spannend noch mitreißend. Auch fand ich es irgendwann zu einfach erzählt und oft langatmig. Für mich hat dieses Buch wenig mit einem (Spionage-)Thriller zu tun… Der Handlungsverlauf war größtenteils vorhersehbar und es kam wenig Unerwartetes.

Die Protagonistin Vivian verhält sich oft wie ein bockiges Kind und wirkt absolut naiv und gehirnlos (zumindest in ihren Handlungen). Sie besaß maximal am Ende des Buches ein wenig Stärke, ansonsten handelte sie nur impulsiv und unlogisch. Dass sich Viv unsicher ist, ob es wirklich Liebe ist oder ob ihr gesamtes Leben und ihre gesamte Familie eine Lüge ist, ist nachvollziehbar. Ihr Leben ist ein Scherbenhaufen und sie manövriert sich immer tiefer in Probleme hinein. So sollte sich keine Spionageabwehr-Analystin verhalten. Ihr Ehemann Matt war (wenn es überhaupt einen gibt) mein Favorit in diesem Buch. Er verhält sich gemäß seiner Rolle als russischer Geheimagent und man durchschaut ihn eigentlich nicht so ganz. Er führt ein Doppelleben, ist ein guter Ehemann und Vater sowie IT-Spezialist und zeitgleich auch ein russischer Agent.

Schreibstil:
Wie schon erwähnt ist alles einfach ge- und beschrieben. Trotz der Ich-Perspektive der Protagonistin gelang es mir nicht vollkommen im Buch unterzutauchen. Es werden logische Gedankengänge beschrieben und die Handlung von Viv ist dann eine ganz andere…

Persönliche Gesamtbewertung:
Die Story hatte echt Potential, welches leider nicht genutzt wurde. Ich musste mich leider durch dieses Buch richtig durchkämpfen... Ich finde es frustrierend, dass es sich bei der Protagonistin um so eine naive und hirnlose Person handelt die von Anfang an gegen alle Logik verstößt und einfach ihre Schwüre bricht... Ich finde das Buch wenig spannend und schon gar nicht mitreißend... Es gab zwei spannendere Stellen, alles andere ist einfach nur langweilig erzählt und war größtenteils absehbar. Es hatte für mich nichts mit einem Thriller zu tun... Das Ende deutet wohl auf eine Fortsetzung hin, sollte es so eine geben werde ich sie mir mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht holen…


Kommentar:

Bei diesem Buch handelt es sich leider um meinen Flop des Monats April...

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